und windows ist doch doof

Da eine von zwei IDE-Festplatten defekt war, habe ich eine neue Festplatte bestellt.
Die ist gestern auch angekommen und wartete auf den Einbau.

Und da ich so geliefertes Zeug ungern länger warten lasse als nötig, habe ich mich heute dran gesetzt. Ein öffnen des Rechnergehäuses war auch dringend mal wieder nötig. Lagerte doch bereits eine ansehnliche Staubschicht auf Platinen, Festplatten und war drauf und dran die Lüfter zu verstopfen. Die Zeit alles zu reinigen und die neue Platte einzubauen hatte sich entsprechend erhöht … aber ein freier Tag bietet sich da ja gerade zu an.

Enttäuscht musste ich allerdings nach dem booten der Windows-XP CD feststellen, dass Windows für die Installation des Betriebssystems einen SATA-Treiber verlangt. Ok, kein Ding. Ist auf der Mainboard-CD ja dabei.
Ha ha. Nix CD … der Treiber muss vom Diskettenlaufwerk kommen. Alle neueren Rechner besitzen so etwas natürlich, nur meiner ist ein Sonderfall und besitzt keines dieser Gerätschaften. Aber Frodoo trennt sich ungern von irgendwelchen Sachen die noch irgendwie zu gebrauchen sind und so fischt man nach einer Weile ein Floppy-LW aus einem alten Rechner und eine entsprechende Diskette aus einem Karton im Keller.
Nur ist damit das Problem noch nicht gelöst, denn mein einzig funktionierender Rechner stellt mein Notebook da. Noch nicht alt, aber dennoch wurde es ohne Diskettenlaufwerk ausgeliefert weswegen ich mich eigentlich beschweren sollte. Es kann ja nicht angehen, dass bei dem Preis ein solch vielverwendetes Teil fehlt.

Mein Vater hat noch einen Rechner. Schon ein paar Jährchen alt, aber dafür mit hochmodernem Floppy-LW ausgestattet (er war seiner Zeit weit voraus). Also wird dieser Rechner für den Treibertransfer von unpraktischer CD auf praktische Diskette missbraucht.

Das aus dem kaputten Rechner gefischte LW hängt zwar schräg im Innern meines Rechners aber es funktioniert.
Also wieder von vorne:

  • Von Windows-XP CD starten
  • F6 drücken um den Treiber installieren zu können
  • Bei Aufforderung die Treiberdiskette rein und den entsprechenden Treiber bestätigen
  • XP-Installation fortsetzen
  • Wutanfall bekommen, weil die neue Festplatte trotz Treiber nicht benutzt werden kann

Dieser Zustand hat sich auch nach etlichen BIOS-Einstellungen nicht geändert.
Und ich habe die funktionierende IDE-Festplatte wieder eingebaut um diese für Windows zu benutzen.
Man mag ja über Linux unterschiedlicher Ansicht sein. Aber Debian hat die SATA-HDD sofort ohne herum zu mucken oder zusätzlicher Treiberinstallation genommen.

Mein Tag ist damit so ziemlich kaputt und entsprechend ärgerlich verlaufen.

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5 thoughts on “und windows ist doch doof”

  1. Ha Frodoo, denkst du! Ich bin so sauer, aber dazu werde ich mich in meinem Blog noch auslassen…

    Gerade Windows Vista kommt wohl mit meinem SATA-Controller nicht klar. Sie wird zwar erkannt, aber nicht richtig akzeptiert, Windows ist langsam und stürtz ab. Ganz anders XP. Schnell den SATA-Treiber auf eine Diskette gezogen und fertig. XP erkennt alles und es funktioniert alles ohne Probleme.

    Mal sehen, was Ubuntu zur Platte sagt, das probier ich morgen mal.

    Soviel zu SATA, ich hätte doch viel lieber IDE, aber man will ja mit dem „Trend“ mitgehen…

  2. Hehe, naja, was solls, ich bekomm morgen meine neue Hardware. Dort ist unter anderem ne 250 GB SATA-HDD, auf die erst mal Windows Vista kommt, enthalten. Meine alte 80GB IDE-HDD geht dann morgen weg.

    Bin jetzt schon fleißig am backupen und muss dann nacher die Platte noch ordentlich löschen. Das wird wieder Zeit kosten…

  3. Man kommt aber um Windows halt manchmal nicht herum.
    Und die Idee war ja nun auch nicht so extrem befremdend, als dass schon von Anfang an keine Chance auf die Benutzung vorhanden war.
    Leider brauche ich jetzt immer noch einen Wechselrahmen für eine IDE-Festplatte um es so zu haben wie es soll … dann kann der Rechner auch wieder zu und untern Schreibtisch wo er hingehört.
    Er verbaucht im Moment doch recht viel Platz und schränkt die Bewegungsfreiheit ein.