Zum Glück ist Sonntag

Da sitzt man nun am Sonntag schön im Warmen, hat eine heiße Tasse Kaffee in der Hand und schaut aus dem Fenster.
Auf den ersten Blick sieht es nicht schlecht aus. Die Sonne kann sich ab und an gegen den grauen Himmel durchsetzen um gleich darauf diesen Kampf wieder zu verlieren.
Die vergessenen Blätter vom Herbst wehen nahezu waagerecht vor dem Fenster her und werden wahrscheinlich vor ihrer natürlichen Fallkurve von dicken Regentropfen oder Graupenschauern abgeschossen. Sie landen in großen Pfützen, verfangen sich in den noch kahlen Büschen oder klatschen dick eingemummten Leuten ins Gesicht, die der Meinung sind „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Ein meiner Meinung nach dämlicher Spruch, denn wer freiwillig bei einem solchen Wetter vor die Tür geht, ist selber schuld.

Da gelobe ich mir einen ruhigen Sonntag Nachmittag, den ich ganz nach meinen Wünschen vertrödeln kann. Da ich bereits in einem trockenen Moment draußen war, kann ich ruhigen Gewissens hier sitzen.

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