Telefonspam

Frodoo   21. Februar 2007   Keine Kommentare zu Telefonspam

Da sitzt man gemütlich am Schreibtisch und ist am surfen oder geht verschiedenen anderen Tätigkeiten nach.
Dann klingelt das Telefon … ein Blick auf das praktisch eingebaute Display zeigt „Unbekannt“. Ein unbekannter Anrufer verheißt normal nichts gutes, denn wer nichts zu verbergen hat zeigt seine Nummer an.

Na gut. Nach einer kurzen Denkpause habe ich doch den Fehler begangen und habe den Hörer abgenommen. Ein schwerwiegender Fehler, denn nach einem von mir ausgesprochenen „Ja“ dauerte es ganze zwei Sekunden bis sich ein vertrauter Akzent durch die Leitung rauschte „Weingut wasweissich, spreche ich mit xxx?“
Ärger braute sich in der Magengegend aus, rauschte durch Speiseröhre, Hals, Kehlkopf ….

„Ja, aber ich war der Meinung, wir hätten das mit den Telefonanrufen bereits das letzte Mal geklärt.“
„Ja, Herr xxx schön, dass ich sie erreiche.“ … hört die Frau überhaupt zu?

„Nein, hier ist keiner zu erreichen. Zugegeben, der letzte Anruf ihrer Firmer war von einem Mann. Aber bereits bei diesem und dem davor habe ich ausdrücklich gesagt, ich möchte keine weiteren Anrufe oder Post von ihnen bekommen. Schreiben lernt man bereits in der Grundschule … das sollten sie also beherrschen.“
„Dazu kann ich leider im Moment nichts sagen, davon weiß ich nichts … aber wir haben ein schönes Angebot für sie persönlich zusammengestellt …“
„Hallo … ICH HABE KEIN INTERESSE“ -aufgelegt-

*Telefon klingelt* … Unbekannter Anrufer

„Ja.“
„Das hätte man auch freundlicher sagen können. Sie brauchen es uns nur zu sagen, dass sie keine Angebote von uns wünschen.“
„Achso, das muss man drei mal sagen? Sind wir hier bei Alice im Wunderland und ich klappe noch mit meinen Schuhen dazu? Moment, ich muss eben aufstehen.“
„Sie brauchen nun nicht sarkastisch werden.“
„Was ich werden kann udn was nicht brauchen sie mir nicht zu sagen. Aber wenn sie scharf auf eine dritte Wiederholung sind: Ich will nichts von ihnen. Keine Anrufe, keine Post, keine E-Mails und wehe sie kommen persönlich hier vorbei. Ich hoffe das war nun unmissverständlich genug.“
„Ja, war es. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.“
„Ich ihnen nicht.“ -aufgelegt-

Man darf gespannt sein, ob sie sich nochmals melden um mir etwas zu verkaufen. Zumal schon der Gedanke lustig ist, ausgerechnet mir Wein verkaufen zu wollen, wo normal nur Whiskey ins Glas kommt wenn ich etwas alkoholisches zu mir nehmen möchte.

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